Sollte ich mein Kind privat versichern? Diese Frage habe ich mir persönlich nie stellen müssen, denn das Versicherungssystem in Südfrankreich ist anders als in Deutschland und die meisten Leistungen werden sowieso nur von einer privaten Zusatzversicherung abgedeckt. Da wir mittlerweile nicht mehr in Südfrankreich leben und ich im “Versicherungsdschungel” zugegebenermaßen wenig durchblicke, habe ich mir Hilfe geholt.

Christoph Hübner ist Geschäftsführer von Leni, Leon und die Luchse, eine unabhängige Beratung rund ums Thema (private) Kinderversicherung. Seits 2014 klärt ein Expertenteam werdende und junge Eltern rund um die beste Versicherungsvarianten für ihre Kinder auf. Ziel von Leni, Leon und die Luchse ist es, Eltern zu helfen an das Thema Krankenversicherung für den Nachwuchs schnell einen Haken zu setzen.

Ich habe Christoph mal meine wichtigsten Fragen gestellt und hoffe, seine Antworten bringen auch bei dir etwas Licht ins Dunkle.

Viel Spaß mit dem Interview!

1. Ihr bietet die Vermittlung von privaten Kinderversicherungen an. Wie entstand die Idee dazu?

Als wir die Firma vor zehn Jahren gegründet haben, war unser Sortiment tatsächlich noch etwas größer. Da haben wir auch Krankenversicherungen für Erwachsene und Berufsunfähigkeitsversicherungen vermittelt. Die Entscheidung, uns ab sofort nur noch auf Kinderkrankenversicherungen zu spezialisieren, kam Ende 2013. Und zwar, weil wir einerseits im Team fast alle selbst Eltern sind. Und andererseits, weil das ein wahnsinnig interessantes Themenfeld ist, bei dem Eltern mit der richtigen Beratung eine Menge teure und häufige Fehler vermeiden können.

2. Wann sollten sich Eltern über die Versicherung ihres Kindes Gedanken machen?

Der richtige Zeitpunkt dafür ist immer so früh wie möglich. Wir bekommen teilweise sogar Anfragen von Leuten, die gerade in der Familienplanung sind, also noch vor der Schwangerschaft. Das ist ziemlich typisch deutsch 🙂

Sinnvoll ist es aber auf jeden Fall etwa vier Monate vor dem erwarteten Entbindungstermin, weil man dann noch viele Dinge regeln kann, die von enormem Vorteil sind, falls das Kind nicht ganz gesund zur Welt kommt.

3. Die meisten werden es vermutlich bei ihrer bereits bestehenden Versicherung mitversichern. Was spricht dagegen?

Ganz einfach: Gute Erwachsenentarife sind nicht auch gute Kindertarife. Leistungen wie die Kieferorthopädie, bestimmte Vorsorgeuntersuchungen oder auch das Rooming-In, also die Kostenübernahme für Eltern im Krankenhauszimmer, spielen für Erwachsene bei der Tarifwahl keine Rolle. Oder auch alternative Heilmethoden: Viele unserer Kunden wollen mit ihren Kindern zunächst die sanfte Medizin zum Beispiel beim Osteopathen ausprobieren, bevor sie zum Arzt der Schulmedizin gehen. Mutter-Kind-Kuren sind auch so ein Beispiel. Große Versicherer wie die Debeka bieten hierfür keine vollständige Kostenübernahme an.

Solche Leistungen bietet der Wettbewerb – und teilweise sogar erheblich günstiger als der Versicherer, bei dem die Eltern sind.

4. Was sind die Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Versicherungsleistungen bei Kindern?

Der Hauptunterschied ist, dass Kinder in der gesetzlichen Krankenkasse oft einfach beitragsfrei mitversichert werden – in der sogenannten Familienversicherung. Sobald ein Elternteil aber privat versichert ist, geht das meistens nicht mehr. Auf unserer Website haben wir dafür einen Schnell-Check (https://www.kinder-privat-versichern.de/vollversicherung/pkv-oder-gkv/).
Dann kostet auch in der Gesetzlichen das Kind knapp 200 Euro im Monat. Die Private ist da erheblich günstiger: Schon für gute 150 Euro gibt es Top-Tarife ohne Selbstbehalt mit tollen Leistungen wie freier Arztwahl, alternativen Heilmethoden und allem drum und dran.

5. Warum/wann sollten sich Eltern Gedanken darüber machen ihr Kind privat zu versichern?

Immer dann, wenn einer von beiden nicht in der deutschen gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, steht das Risiko im Raum, dass das Kind nicht beitragsfrei in der gesetzlichen mitversichert werden kann. Bei Unverheirateten nicht sofort, aber bei späterer Heirat ändert sich das dann.

Man sollte sich also rechtzeitig informieren und beispielsweise mit einer Anwartschaft vorsorgen. Denn eine Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung in die private Krankenversicherung gibt es nur einmal im Leben: Innerhalb der ersten beiden Monate nach Geburt. Danach nie wieder. Wer also als Kind bereits ein chronisches Leiden entwickelt, für den kann die Tür in die PKV für immer zu sein. Wir helfen, solche Risiken zu vermeiden.

Und natürlich gibt es auch für gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, für das Kind ein Upgrade bei den Leistungen zu bekommen – oder es sogar zu einem richtigen Privatpatienten zu machen, ohne die GKV verlassen zu müssen. Das nehmen zum Beispiel viele Eltern in Regionen in Anspruch, wo Kinderärzte gar keine Kassenpatienten mehr annehmen können.

6. Gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern? Wie behaltet ihr den Überblick? Habt ihr Experten in eurem Team?

Ja, die Unterschiede sind enorm, wenn man sich die Details anschaut. Das sind eben bei Weitem nicht nur der monatliche Beitrag und der jährliche Selbstbehalt. Es gibt Tarife, die bezahlen Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen außerhalb des Selbstbehaltes. Die Erstattungssätze für die Kieferorthopädie variieren zwischen 60 und 100 Prozent.
Da dann den am besten passenden Kindertarif – idealerweise auch noch unter Berücksichtigung des möglichen Arbeitgeberzuschusses – vorzuschlagen, braucht Experten-Know-How.

Das bauen wir im Team seit vielen Jahren gezielt und strukturiert auf. Wir teilen unsere Erfahrungen miteinander und geben uns intern regelmäßig Schulungen über neue Tarife oder geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Jeden Mittwoch im Team-Meeting sprechen wir gemeinsam aktuelle Fälle durch. So kommt es, dass wir heute als einzige am Markt auf alle Fragen rund um die Kinderkrankenversicherung aus dem Stehgreif die richtige Antwort geben können – auch, wenn es um eine Leihmutterschaft, eine Regenbogenfamilie oder eine Auslandsadoption geht. Haben wir alles schon gehabt.

7. Wenn ich eine Versicherung für mein Kind über euch abschließe, welche Vorteile habe ich? Könnte es auch Nachteile geben (höherer Preis, Provision, etc.)

Wir sind ungebundene Spezialvermittler und arbeiten mit allen Gesellschaften zusammen, die am deutschen Markt frei vermittelbar sind. Grundsätzlich sind Versicherungsprämien in der Welt der Krankenversicherungen immer gleich, egal wo ich unterschreibe. Ein Tarif kostet also immer das selbe, unabhängig davon, ob ich die Sache beim Makler um die Ecke, bei der Hotline der Versicherungsgesellschaft oder eben bei uns eintüte.

Was wir durch unsere schlanken Prozesse aber machen, gibt es sonst nirgends: Ein Eltern-Cashback aus der Abschlussprovision. Es lohnt sich also tatsächlich mehrfach, sich von uns beraten zu lassen und dann auch das Kind über uns zu versichern.

Vielen Dank für das Interview, Christoph!

Willst du mehr über das Angebot von Leni, Leon und die Luchse wissen oder dich sogar schon beraten lassen? Dann schaue gerne auf der offiziellen Webseite von Leni, Leon und die Luchse vorbei.

Alles Liebe,

Miriam

Du möchtest noch mehr spannende Interviews oder Artikel rund um das Mama sein lesen? Dann schaue lies gerne hier (klick) weiter.

 

 


Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine unbezahlte Kooperation auf Affiliate Basis. Gehe ich mit einer Firma eine Kooperation ein, muss diese für mich und euch einen Mehrwert bieten um unseren Mama-Alltag zu erleichtern. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich nur Produkte, Firmen und (Online-)Shops vorstelle, von denen ich selbst überzeugt bin. Eine Zusammenarbeit beeinflusst nicht meine persönliche Meinung, die ich in meinen selbst geschriebenen Blogposts wiedergebe. Zudem ermöglichen mir bezahlte Kooperationen diesen Blog für dich kostenlos betreiben zu können. Danke für dein Verständnis <3 

Diese Artikel könnten dich auch interessieren: