Mittlerweile gehört es beinahe zum guten Ton, dass Eltern nach der Geburt zuckersüße Karten verschicken. Mit niedlichen Bildern und lustigen Sprüchen stellen sie den Verwandten, Freunden und Bekannten den neuen Erdenbürger vor. Besonders beeindruckend sind Geburtskarten, die aufwendig selbst gebastelt sind. Aber funktioniert Do-it-yourself auch bei Menschen mit zwei linken Scherenhänden? Und falls nicht, gibt es dazu eine Alternative?

Wo finde ich Inspiration für DIY-Geburtskarten?

Meine liebste Fundgrube für Selbstgebasteltes ist Pinterest. Dort stöbere ich gerne durch unzählige Beispiele für handgemachte DIY-Karten. Das Praktische ist, dass es sowohl komplett selbst gemachte Exemplare gibt als auch Sets. 

Du kannst Dich zudem auf Instagram umsehen. Am einfachsten suchst Du direkt in den Hashtags #geburtskarte und #kartenzurgeburt. Dort werden jede Menge Ideen geliefert. Es ist sowohl klassische Papeterie mit von der Partie als auch Ausgefallenes. 

Ansonsten sind DIY-Blogs eine gute Recherchequelle. Ich surfe gerne durch englischsprachige Seiten. Das Angebot ist umfang- und abwechslungsreicher. Warum nicht eine international inspirierte Geburtskarte versenden?

Welche Babykarte passt am besten?

Im ersten Schritt stellt sich die Frage, wer alles eine Geburtskarte bekommen soll. Fertige eine Liste an und trage dort direkt die Adressen ein. Diesen Schritt übernimmst Du idealerweise bereits in der Schwangerschaft. So hast Du genügend Zeit, alle notwendigen Informationen zu sammeln. Im Wochenbett sind Ruhe und Erholung wichtig. Bis dahin kannst Du einen Großteil der Kartengestaltung vorbereiten. 

Ist die Empfängerliste sehr lang, empfiehlt sich eine Karte, die schnell und einfach zu basteln ist. Natürlich bleibt Dir Entscheidung selbst überlassen. Bedenke aber den Aufwand. Auch auf die Umsetzbarkeit ist zu achten. Wer mit Schere, Kleber und Lineal firm ist, der darf sich gerne ein Modell mit hohem Schwierigkeitsgrad aussuchen. Hast Du dagegen seit Schultagen nicht mehr gebastelt, dann probiere Dich an einem unkomplizierten Exemplar aus. 

Bedenke, dass die Karte einen professionellen Eindruck hinterlassen soll, auch wenn sie Marke Eigenbau ist. Eine Geburtskarte, die aus winzigen Einzelteilen besteht, mag niedlich aussehen, kann aber für Anfänger eine echte Herausforderung darstellen. 

Ein leichter Einstieg in die Bastelwelt gelingt mit Hilfsmitteln. Nutze beispielsweise Stempel zur Kartengestaltung. Damit bedruckst Du die Vorderseite kunstvoll und setzt im Innenbereich hübsche Akzente. Dazu klebst Du ein Bild Deines Babys ein und ergänzt mit Text. Fertig ist eine selbst gebastelte Karte, die sogar DIY-Laien kinderleicht umsetzen. 

Bei den Formaten bist Du frei. Es ist gleichermaßen legitim Klapp- als auch Postkarten zu verschicken. Postkarten sind günstiger im Versand, dafür bieten Klappkarten doppelt so viel Platz für Fotos, Text und Dekoration. 

Egal, für welches Design Du Dich entscheidest, wichtig ist, dass Dir die Karten selbst gut gefallen. Sie sind ein erstes Erinnerungsstück an Dein Baby. Großeltern, enge Freunde und Verwandte werden die Geburtspapeterie sicherlich lange aufbewahren. 

Was steht in der Geburtskarte?

Die Babykarte hat den Zweck, die liebsten Menschen aus Deinem Umfeld über die Geburt zu unterrichten. Deshalb dürfen folgende Informationen auf keinen Fall fehlen:

  • Anlass (Geburt)
  • Name des Babys
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum und –uhrzeit
  • Gewicht und Größe
  • Namen der Eltern 

Wie Du die Informationen darstellst, ist Deine Entscheidung. Du kannst sie auflisten, allerdings lassen sie sich auch lustig oder nachdenklich verpacken. 

Gern dürfen noch zusätzliche Angaben in den Text einfließen. Du kannst den Gesundheitszustand von Mama und Kind erwähnen oder einen groben Überblick über den Geburtsverlauf geben. Spare Dir die Details. Spannende Geburtsgeschichten, beispielsweise wenn das Baby beinahe im Auto geboren worden wäre, interessieren Dein Umfeld bestimmt. 

Für die finale Entscheidung, was auf die Karte kommt, versetzt Du Dich am besten in die Empfänger hinein. Welche Informationen sind ihnen wichtig? Was müssen sie unbedingt erfahren?

Neben den reinen Fakten zieren häufig Sprüche die Geburtskarten. Gerade die Vorderseite bietet sich als Spielwiese für Zitate und fantasievolle Gestaltungselemente an. Zu den beliebtesten Versen zur Geburt zählen:

  • “Das Glück eines Kindes beginnt lange bevor es geboren wird, im Herzen von zwei Menschen, die einander sehr gern haben.” Phil Bosmans
  • “Längst in unser Herz, jetzt auch in unsere Arme geschlossen.” Autor unbekannt
  • “Ein bisschen Mama, ein bisschen Papa und ganz viel Wunder.” Autor unbekannt
  • “Da werden Hände sein, die dich tragen und Arme, in denen du sicher bist und Menschen, die dir ohne Fragen zeigen, dass du willkommen bist.” Khalil Gibran
  • “Wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen.” Autor unbekannt
  • “Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.” Dante Alighieri

Ein besonderer Hingucker wird der Text, wenn Du ihn in ausgefallener Schrift gestaltest. Das sogenannte Handlettering ist ein aktueller Trend, der sich perfekt für Babykarten eignet. Die Basis dafür ist die Kalligraphie. Mit den geschwungenen Buchstaben und fließenden Übergängen entsteht ein Hybrid aus Schrift und Malerei. Im Schreibwarenhandel findest Du mittlerweile ein umfangreiches Stiftesortiment, das speziell auf Handlettering ausgerichtet ist. 

Zur Übung kannst Du Dir Vorlagen aus dem Internet ausdrucken und die Buchstaben dort nachziehen. Es existieren auch großartige Videos, wie zum Beispiel die Filme von Cari Lettert auf YouTube, in denen Dir die ersten Schritte anschaulich erklärt werden. 

Geburtskarten selber basteln oder kaufen Geburtskarten online bestellen

Was sind gebastelte Online-Karten?

Beim Handlettering wollen Dir die Buchstaben einfach nicht gelingen? Die Kleberreste verunstalten Deine Geburtskarten? Dann besteht kein Grund zur Verzweiflung. Tatsächlich bin ich auf online “gebastelte” Geburtskarten gestoßen. 

Es gibt verschiedene Druckereien mit angeschlossener Online-Print-Plattform, wie zum Beispiel meine-kartenmanufaktur.de oder karten-paradies.de. Das Besondere daran ist, dass Du auf diesen Seiten individuelle Karten produzieren lassen kannst. 

Dafür stehen meistens verschiedene Vorlagen von professionellen Designern zur Auswahl. Wählst Du eine Vorlage aus, kannst Du sie im Anschluss nach eigenen Vorstellungen anpassen. Dazu änderst Du Farben und Schriftarten ab. Oftmals kannst Du zusätzliche Textfelder einfügen, teilweise sogar Sticker und Formen ergänzen. 

Bei Onlinekarten besteht häufig die Option des Bilderuploads. Das lohnt insbesondere bei Geburtskarten, weil alle Empfänger den süßen Erdenbewohner so direkt bewundern können. Bei der Auswahl des Schnappschusses ist auf eine möglichst hohe Auflösung zu achten. Dadurch gelingen ausgezeichnete Druckergebnisse. 

Der Vorteil der selbst gestalteten Karten aus dem Internet ist, dass sie einen persönlichen Touch besitzen und dennoch hochwertig aussehen. Selbst Laien kommen mit dem System gut zurecht. Es reicht aus, das Design nur einmal zu erstellen. Im Anschluss kann es beliebig vervielfacht werden. Die frisch gebackenen Eltern brauchen nicht stundenlang für jedes Familienmitglied und jeden Freund ein Exemplar zu basteln. Es reicht, die gewünschte Menge im Druckauftrag anzulegen. 

Sind Karten von der Stange eine Lösung?

Auch die Babykarten aus der Drogerie sind niedlich. Allerdings fehlt dort der individuelle Touch völlig. Eine Lösung ist es, ein Bild von dem Baby beizulegen oder einzukleben. Alternativ können auch kleine Accessoires wie Schleifchen oder selbstgebastelte Mini-Windeln fixiert werden. 

Allerdings liegen die Kosten bei Geburtskarten aus dem Handel, die zusätzlich noch verschönert werden, meist höher als bei vielen gebastelten Karten. Das gilt insbesondere im Vergleich zur online Druckerei. 

Bei Karten von der Stange sind die Gestaltungsmöglichkeiten zudem limitiert. Ein komplett selbst kreiertes Exemplar ist oftmals im Gesamteindruck runder. Allerdings können geschickte Bastler auch Drogerie-Modelle so individualisieren, dass ein Wow-Effekt entsteht. 

Ich würde Standardkarten nur in Ausnahmefällen wählen, weil sie lieblos wirken können. Wer Spaß beim Basteln hat, der darf sich austoben. Damit musst Du nicht bis nach der Geburt warten. Bereite doch die Arbeiten schon während der Schwangerschaft vor. Keine Sorge, Du brauchst das Geschlecht noch nicht zu wissen. Halte die Farbgebung einfach neutral und Du bist auf der sicheren Seite. Wähle Deinen Lieblingsspruch und füge nach der Entbindung die konkreten Daten ein. 

Die Vorbereitung funktioniert übrigens auch online. Dort kannst Du Dein Muster abspeichern und es zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeiten. Das geht allerdings nur, wenn Du vorher ein Konto bei der jeweiligen Druckerei anlegst. 

Am wichtigsten ist, dass Du Spaß bei der Geburtskarten-Bastelaktion hast. Wähle die Variante, die sich für Dich am stimmigsten anfühlt, und gestalte die perfekte Papeterie, um Deinen Nachwuchs der Welt vorzustellen. 

 

 

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