In diesem Artikel möchte ich dir etwas über den Liebestank von Kindern (und Mamas) erzählen und warum es so wichtig ist, dass er stets gefüllt ist. Ich versuche dir zu zeigen wie du sowohl deinen als auch den Liebestank deines Kindes füllen kannst und hoffe von Herzen, dass euer Alltag so wieder mit etwas mehr Liebe gefüllt ist.

 

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Was ist denn ein Liebestank?

Stell dir vor in deinem Herzen befindet sich eine kleine Vase. Dies ist dein Liebestank. Er ist ein ein Gradmesser dafür, wie sehr du dich geliebt, wertgeschätzt, geachtet und geborgen fühlst. Wenn die kleine Vase, dein Liebestank, gefüllt ist geht es dir gut. Du fühlst dich geliebt, sicher und meisterst auch stressige Situationen ohne größere Anstrengungen. Es fällt dir leicht Kompromisse zu machen, auf andere einzugehen, flexibel zu bleiben und dein Lächeln nicht zu verlieren.

Der Liebestank von Kindern

Jeder Mensch hat einen Liebestank. Und schon mit der Geburt eines Kindes tragen die Eltern die Verantwortung dafür, dass der Liebestank ihres Kindes stets gefüllt ist. Die ersten Jahre im Leben eines Kindes sind sehr prägend was den lebenslangen „Grund-Füllstand“ seines Liebestanks betrifft. Ich habe schon einmal über die Wunden der Kindheit geschrieben und wie sich sich auf unser gesamtes Leben auswirken. Auch der Liebestank wird in unserer Kindheit gefüllt und kann eigentlich nie komplett leer gehen wenn wir uns bedingungslos geliebt fühlen.

Wenn der Liebestank leer wird

Stress, Konflikte, Müdigkeit oder andere „Belastungen“ sorgen dafür, dass unser Liebestank leer geht. Hier spielt auch wieder unsere Kindheit eine Rolle, denn bei manchen Menschen geht der Liebestank schneller leer als bei anderen (oder wurde nie randvoll gefüllt – es sind also weniger Reserven da).  Je leerer unser Liebestank wird, desto schwerer kommen wir durch den Alltag. Wir bekomme schlechten Laune, zweifeln und sind auf deutsch gesagt „unausstehlich“. So geht es auch unseren Kindern, denn auch ihr Liebestank ist man mehr und mal wieder voll.

Die fünf Sprachen der Liebe

Der Paar- und Beziehungsberater Gary Chapman geht davon aus, dass Eltern den Liebestank ihres Kinder nur füllen können, wenn sie die richtige „Liebessprache mit ihren Kindern sprechen. Er gliedert die fünf individuellen Sprachen der Liebe grob in die folgenden:

– Lob und Anerkennung
– Zweisamkeit (ungeteilte Aufmerksamkeit)
– Zärtlichkeit (Körperkontakt)
– Hilfsbereitschaft
– Geschenke*

Hierbei ist zu beachten, dass manche Kinder auch Mischsprachen sprechen. Das heißt, ihr Liebestank kann auf unterschiedliche Weise gefüllt werden. Nicht alle Punkte füllen den Liebestank eines Kindes. Es gilt herauszufinden, welches Bedürfnisse das eigene Kind hat und welche „Sprache“ es spricht.

Lob und Anerkennung

Manche Kinder fühlen sich besonders durch anerkennende Worte geliebt. Hierbei sollte dennoch darauf geachtet werden, dass man seine Kinder nicht manipulativ lobt. Viel mehr geht es um das „Gesehen werden“ und eine Bestätigung dessen durch anerkennende Worte. Weiterführende Artikel zu diesem Thema verlinke ich am Ende dieses Artikels.

Zweisamkeit

Ungeteilte Aufmerksamkeit und intensive Momente mit den Eltern ist für die meisten Kinder essentiell wichtig um sich geliebt zu fühlen. Dies heißt nicht, dass man den ganzen Tag um sein Kind herumwuseln muss sondern bewusst Momente schafft in denen man seinem Kind ganz genau zuhört, zusieht und ganz bei im ist (nicht nur körperlich, auch mental!).

Zärtlichkeit (Körperkontakt)

Babys halten, tragen und lieblosen wir selbstverständlich. Aber auch Kleinkinder und sogar Teenager benötigen den elterlichen Körperkontakt. Dieser kann auf viele Weisen gegeben werden. Eine Umarmung, ein Kuss, ein kurzes Streicheln über dem Arm oder ein Klopfen auf die Schulter. Auch beim Herumtoben oder aktivem Zuhören kann Körperkontakt entstehen. Hierbei ist vor allem zu sagen, dass Väter keine Angst vor Berührungen mit ihren Töchtern haben sollten. Gerade für sie ist es wichtig sich von ihren Vätern geliebt zu fühlen. Hier gilt es Wege zu finden, die für beide passen. Ein Arm, der über die Schultern gelegt wird oder ein Kuss auf die Stirn sind hier gerade in der Pubertät passende Zärtlichkeiten.

Hilfsbereitschaft

Die Hilfsbereitschaft geht einher mit dem gesehen werden und ungeteilten Aufmerksamkeit. Manche Kinder brauchen, nein wollen, dass ihre Eltern ihnen helfen oder ihnen positiven Zuspruch geben. Eltern sollten hier auch immer die Bitte hinter der Bitte erkennen. Fragt das Kind plötzlich um Hilfe obwohl es etwas sichtlich schon alleine könnte (und dies schon oft alleine getan hat)? Dann steckt hier eventuell der Wunsch nach Zweisamkeit, Zärtlichkeit oder Anerkennung dahinter. Es ist also Zeit den Liebestank des Kindes aufzufüllen und ihm zu helfen oder Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten.

Geschenke

Geschenke werden hier nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit oder Zärtlichkeit genannt. Es gibt aber Kinder, die sich besonders durch Geschenke (und sei dies nur eine gebastelte Blume oder ein gemaltes Bild) geliebt fühlen. Wichtig ist hier die Form der Übergabe. Ein Geschenk sollte niemals zur Manipulation für erwünschtes Verhalten eingesetzt werden sondern von ganzen Herzen kommen. Geeignet sind hier zum Beispiel Dinge, die das Kind benötigt oder die Eltern gerne schenken möchten weil sie ein Spielzeug / ein Buch / etc. als sinnvoll für das Kind erachten. Hier kann der Moment der Übergabe zelebriert und als schöne Gelegenheit gesehen werden diese Sprache der Liebe anzuwenden.

 

Die Mischung macht den Liebestank voll

Gary Chapman betont, dass man sich nicht auf eine Sprache konzentrieren sollte, sondern alle wichtig sind. In den ersten fünf Lebensjahren ist es noch schwierig zu erkennen auf welche Sprache das Kind besonders anspricht. Dies ist aber nicht wichtig, denn Eltern sollten alle Sprachen erlernen und den Liebestank stets gefüllt zu halten. Nur so ist ein harmonisches Miteinander möglich, denn Kinder mit gefülltem Liebestank sind stark fürs Leben und geben auch den Eltern wieder mehr zurück.

Warum es so wichtig ist den Liebestank voll zu halten

Kinder, deren Liebestank leer ist sind oft quengelig und hängen den Eltern am Bein. Ja, man könnte sagen sie nerven richtig. Eltern sollten in diesen Momenten aber nicht mit Gegentrotz reagieren sondern vielleicht überlegen ob der Liebestank ihres Kindes leer sein könnte. Füllt man diesen dann geschehen erstaunliche Dinge. Die Kinder sind fröhlich, kooperieren und beschäftigen sich sogar selbst. So haben dann wiederrum die Eltern Zeit ihren Liebestank zu füllen. Dieser ist nämlich genauso wichtig wie der ihrer Kinder. Nur wenn unser eigener Liebestank gefüllt ist können wir den unserer Kinder füllen und ihnen auf Augenhöhe begegnen.

 

Wie du deinen eigenen Liebestank füllen kannst erzähle ich dir in einem anderen Artikel <3


Weiterführender Artikel

Eine wunderbare, weiterführende Artikelreihe findest du bei Ernst Zwiker. Er hat sehr ausführlich über die 5 Sprachen der Liebe geschrieben:

Die 5 Liebessprachen für Eltern – Übersicht gewinnen

 


Buch Empfehlungen


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Hier kannst du, dank einer sehr ausführlichen Leseprobe, ins Buch schnuppern.


Online Leseempfehlungen

Liebe ich mein Kind genug? Über bedingungslose Elternliebe (How I Met My Momlife)

Wie zeige ich meinem Kind, dass ich es liebe? (How I Met My Momlife)

Grenzen setzen? Zuerst emotionalen Tank füllen – Meinefamilie.at

 


Quellen

Die fünf Sprachen der Liebe – Buchvorstellung / Merkblatt

Spüren Ihre Kinder wirklich, dass Sie sie lieben?  / Bunte

Die 5 Liebessprachen für Eltern – Übersicht gewinnen / Ernst Zwiker

 


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