Heute beantwortet die liebe Sylvie vom Blog momsfavoritesandmore meinen Mama-Fragebogen. Sylvie lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern (5 und 10 Jahre) in Leipzig. Sylvie bezeichnet sich selbst als unperfekte Mutter und mag an ihrem Blog vor allem den Austausch mit ihrer Community. Auf ihrem Blog schreibt sie gerne über Bildung, Erziehung und gesellschaftliche Fragestellungen. Begabt ist Sylvie auch in Sachen Rezepte – von ihr stammt zum Beispiel ein Wolkeneis (Eis mit Zuckerwatte). Schaut gerne mal bei ihr vorbei – ich durfte sie schon persönlich treffen und sie war mir von Sekunde 1 sehr symphatisch!

 

 


 

1. Wie heißt du und wie viele Kinder hast du?

Ich bin Sylvi, 33, habe zwei Töchter (5 und 10 Jahre alt) und lebe aktuell mit meiner Familie in Leipzig. Auf meinem Blog nehme ich euch mit in unseren Alltag.

2. Warst du gerne schwanger?

Ja, im Großen und Ganzen schon. Kleinere Wehwehchen kennen wohl die meisten Frauen, aber ich habe mich schon wohlgefühlt als Schwangere. Haut und Haare waren bei mir zum Beispiel immer besser. Ich habe sonst recht dünnes Haar und neige zu unreiner Haut, in den Schwangerschaften hatte ich fülliges Haar und keine Hautprobleme. Das war echt klasse.

3. Wie war die Geburt deiner Kinder? Wie hast du dich darauf vorbereitet?

Bei meiner Großen habe ich einen Geburtstvorbereitungskurs gemacht. Im Nachhinein hatte ich aber nicht das Gefühl, dass mich dieser irgendwie auf die Geburt vorbereitet hätte. Die Geburten beider Kinder waren jeweils an einem Freitag, im gleichen Kreißsaal mit der besten Hebamme der Welt. Ich hatte mich bei beiden Kindern für eine Beleghebamme entschieden und das war wirklich eine gute Entscheidung. Ich wollte wissen mit wem ich solch einen intimen Moment, wie eine Geburt teile und wir hatten einfach bereits eine gute Basis aufgebaut, weil sie mich auch schon in der Schwangerschaft betreute. Bei der Geburt meiner zweiten Tochter war es fast, wie mit einer Freundin. Toll! Übrigens wollte ich bei meiner Großen unbedingt eine Wassergeburt, aber das Wasser tat mir unter der Geburt gar nicht gut. Die Wehen wurden für mich im Wasser unaushaltbar und ich ging schnell wieder aus der Wanne. Darüber war ich auch Jahre danach irgendwie immer noch traurig. Bei meiner kleinen Tochter tat mir das Wasser sehr gut und sie wurde tatsächlich im Wasser geboren. Ein tolles Erlebnis.

4. Wie hast du die ersten Wochen als Mama empfunden?

Das war für mich eine ganz schwierige Zeit. Ich fühlte mich überfordert, das Stillen klappte nicht und nach vier Wochen entschied ich mich fürs Abpumpen. Das machte es nicht leichter. Ich war einfach fix und fertig. Wenn die Maus ihr Fläschchen mit der Muttermilch bekommen hatte und wieder schlief, saß ich an der Pumpe, damit der Milchfluss nicht versiegte. Mein Mann war damals nur am Wochenende zu Hause, auch keine Großeltern wohnten in der Nähe und im Freundeskreis war ich die Erste, die ein Kind bekommen hatte. Es war eigentlich eine schreckliche Zeit. Viele meiner Kontakte aus dem Studium brachen ab. Mit Kindern konnten die meisten einfach noch nichts anfangen… Neue Kontakte fand ich im Rückbildungskurs. Im Nachhinein würde ich aber sagen, dass auch diese mir nicht guttaten. Kein Wunder also, dass man recht schnell nichts mehr miteinander zu tun hatte. Irgendwie wuchs ich mit meinen Aufgaben, aber es war absolut nicht einfach.

5. Was möchtest du anderen Schwangeren / Neu-Mamas mit auf den Weg geben?

Vertraut auf euer Gefühl und lasst euch nicht verunsichern. Nehmt euch bewusst Auszeiten und rennt nicht irgendwelchen vermeintlichen Idealen hinterher. Wohnung putzen kann warten!!! Wenn das Baby schläft, dann schlaft ebenfalls. Und verfallt nicht dem Förderwahn. Pekip, Babyschwimmen, musikalische Früherziehung kann man machen, muss man aber nicht. Euer Kind wird sich nicht schlechter entwickeln, solltet ihr dies alles weglassen.

6. Wie sieht deine Pflegeroutine als Mama aus?

Als junge Mama hatte ich kaum Zeit für richtige Pflege. Ich war froh, wenn ich Zeit zum Duschen fand. Heute sieht das anders aus. Ich nehme mir jeden morgen Zeit für mich um gut in den Tag zu starten. Da ich recht fettiges Haar habe, wasche ich jeden Tag meine Haare. Meist gibt es dazu ein leichtes Tages-Make-Up und, für mich ganz wichtig, eine gutes Parfum muss sein.

7. Von der Pflege zur Entspannung: was tust du als Mutter nur für dich? Wobei kannst du abschalten?

Ich lese gerne und das sind meist meine kleinen Auszeiten, aber ich gönne mir auch ab und an eine Massage beim Physiotherapeuten, um mir und meinem Körper etwas gutes zu tun. Kleine Kaffeepausen am Tag tun mir aber auch richtig gut. Ich versuche dann mich wirklich nur auf mich zu konzentrieren. Das gelingt natürlich nich immer, aber wenn, dann sind das auch kleine Entspannungsmomente.

8. Inwiefern hast du dich verändert seitdem du Mutter bist?

Ich glaube ich verändere mich immer noch, denn man wächst mit seinen Aufgaben. Vor zehn Jahren war ich eine andere Mutter als jetzt. Erziehung fordert mich, bringt mich an meine Grenzen und darüber hinaus und ich lerne dabei auch viel über mich und die Werte, die mir wichtig sind. Meine Kinder bereichern mich und sind mein größtes Glück aber ich bin auch ängstlicher und verwundbarer geworden.

9. Wie sieht ein stinknormaler Mittwoch bei dir aus?

Morgens um 6:00 Uhr aufstehen. Das Schulkind wecken und Schulbrote schmieren. Das Kitakind schläft oft noch bis etwa 7:30 Uhr. Wenn die Große in der Schule ist und die Kleine munter, wird gefrühstückt. Nach der morgendlichen Pflegeroutine geht es dann geben 9:30 Uhr in den Kindergarten. Anschließend bleiben drei Stunden, um das zu erledigen, was so erledigt werden muss. Haushalt, Einkäufe, Blog, etc. Danach muss das Mittagessen gekocht werden, damit wir essen können, wenn die Große nach Hause kommt. Sind die Hausaufgaben erledigt, holen wir die Kleine aus der Kita. Von dort bringen wir die Große zum Ballett. Dann bringe ich die Kleine zum Chor. Kurze Kaffeepause. Die Kleine wieder abholen, dann die Große und ab nach Hause. Und das alles ohne Auto, denn ich hab keinen Führerschein. Gegen 17 Uhr sind wir dann zu Hause. Bei guten Wetter gehen wir dann noch eine Stunde in den Garten. Meist kommt in der Zeit dann auch mein Mann von der Arbeit. Abendessen kochen und dann beginnt die Abendroutine, die sich meist zieht. Vor 21:30 Uhr ist hier meist keine Ruhe. Dann arbeite ich meist noch etwas am Blog oder lese.

10. Wo kaufst du gerne für dich und deine Kinder ein?

Für mich kaufe ich gerne bei s.oliver, Boden, Cecil und OPUS.

Für die Mädchen bei MiniBoden, Desigual, Zara und gerne auch mal etwas, was angefertigt wurde. Also LittleDonkeybear o.ä.

11. Möchtest du weitere Kinder?

Ich hätte gerne noch ein Kind, aber mein Mann leider nicht. Also wird es wohl eher bei den zwei Mädels bleiben.

12. Wenn du einen Wunsch frei hättest würdest du…?

Dann wünsche ich mir, dass meine Lieben und ich gesund bleiben, denn das ist einfach das Wichtigste.

 

 


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Sylvie von momsfavoritesandmore

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