Arbeiten dank der Großeltern. Warum die Kinderbetreuung durch Oma und Opa für uns die beste Lösung ist.

 

Gastbeitrag


Ich muss keine Vollzeitmutter sein – dank der Großeltern

Vor einiger Zeit habe ich einen Gastbeitrag verfasst, indem ich gestehe, dass ich keine Vollzeitmutter sein möchte und das ich meine Arbeit liebe. Dieser Artikel hat einerseits großen Zuspruch erhalten, andererseits haben aber auch Zweifel auf, wie und wo meine Kinder denn betreut werden wenn ich meiner Arbeit als Krankenschwester nachgehe. Da meine Kinder noch recht klein sind kamen Zweifel auf, ob sie denn nun gut versorgt seien. Diese Zweifel möchte ich in meinem heutigen Folgeartikel beseitigen indem ich erzähle, wie meine Kinder betreut werden.

Schon beim ersten Kind stieg ich schnell wieder im Job ein

Als mein Sohn 5 Monate alt war, habe ich wieder angefangen zu arbeiten. Ich bin Krankenschwester auf einer operativen Intensivstation und liebe meinen Job. Mir wurde zum Wiedereinstieg damals dann eine 25 Prozent Stelle angeboten. Ich sollte 5 Tage im Monat arbeiten gehen, jedes 2. Wochenende plus ein Freitag auf der Intensivstation. Diese Lösung war ideal für uns, denn so konnte ich unter der Woche Zuhause bei meinem Sohn sein und am Wochenende wieder Krankenhausluft schnuppern.

Wir wechselten uns im Bereitschaftsdienst ab

Das klappte gut, denn mein Mann, Oberarzt in der Chirurgie, hat auch Bereitschaftsdienst an den Wochenenden und so wechselten wir uns ab. Der Nachteil der Sache war und ist bis heute, das wir kein Wochenende zusammen haben, bzw. manchmal eins in 4 Wochen. Die Wochenendarbeit waren wir allerdings gewohnt, auch schon vor den Kindern. Der Vorteil: Wir waren nicht auf die Großeltern angewiesen, die dann eben nur den Freitag übernehmen mussten.

Wir wohnen bewusst in der Nähe unserer Eltern

Eben weil wir beide unsere Eltern in der Nähe haben, sind wir hier geblieben.
Sicher hat mein Mann darüber nachgedacht sich beruflich zu verändern bzw. zu verbessern.
Wir empfanden die Situationen Oma und Opa immer greifbar zu haben als das Beste für uns!

Mit der Geburt meiner Tochter wechselte mein Mann die Stelle, ein kleineres Krankenhaus, ruhiger, weniger Dienstbelastung. Als Giulia dann 7 Monate alt war, bin ich auch wieder arbeiten gegangen.

Zusätzlich habe ich durch einen befreundeten Arzt die Möglichkeit bekommen in einer Anästhesie Praxis auszuhelfen. Keine Wochenenden, kein Schichtdienst.
OP Beginn allerdings immer 7:30 Uhr oder früher.
Das heißt für mich, dass die Krippe keine Betreuungsoption ist.
Selbst wenn die Öffnungszeiten mit meinen Arbeitszeiten kompatibel gewesen wären, so wollte ich meine Kinder nicht um 5:30 Uhr aus dem Bett schmeißen um arbeiten zu können.

Mein Sohn war nie in der Kita!

Eli zum Beispiel ist mit 3 Jahren erst in den Kindergarten gegangen und war nie in der Krippe. Der Auslöser war ein Schnuppertag dort. Er war 10 Monate alt und ich hatte eigentlich vor, ihn dort anzumelden. Letztendlich und ich kann nicht genau sagen warum ich ihn nie dort hingeschickt habe. Ich hatte einfach ein schlechtes Gefühl dabei.

Ein Bauchgefühl.

Ich fand ihn nicht richtig betreut…zu klein..zu unbeholfen.
Mein Eindruck war, dass er dort untergehen würde als jüngstes Kind in der Gruppe.
Und so hab ich es gelassen.
Mit Giulia werde ich es wahrscheinlich genauso machen, weil wir, Gott sei Dank, die Großeltern haben.

Deutsche Mütter haben große Vorteile in Sachen Mutterschutz

Dabei darf man auch nie vergessen, dass wir in Deutschland mit Mutterschutz und Elterngeld privilegiert sind. Mein Cousin lebt in Australien. Der Mutterschutz und auch das Elterngeld beginnen 6 Wochen vor ET und enden 8 Wochen danach. Die Frauen müssten dann eigentlich wieder arbeiten gehen. Die KITAS sind dort auf 8 Wochen alte Kinder eingerichtet, es ist sozusagen normal.

Ob diese Kinder als Teenies oder Erwachsene emotional beeinträchtigt sind, wäre eigentlich eine Studie wert, gibt es doch auch über das Thema Krippe JA oder NEIN viele unterschiedliche Meinungen.

Ich kann sogar mehr arbeiten dank der Großeltern!

Ab September werde ich dann mehr arbeiten. Zwei Tage zusätzlich unter der Woche.

Wahrscheinlich ab 7:30 Uhr bis manchmal 20:00 Uhr.
Vorauszusagen wie lange der OP läuft, gerade wenn Kaiserschnitte dazwischen kommen, ist schwierig.
Aber ich liebe den Job.
Meine 25 Prozent Stelle auf der Intensivstation werde ich ebenfalls behalten.
Die Organisation?
Die Wochenenden behalten wir bei, mein Mann und ich wechseln und ab.
Die 2 Tage unter der Woche managen meine Schwiegereltern und meine Mutter.
Die Eltern meines Mannes sind in Rente, haben Zeit und machen es gerne.
Meine Mutter ist seit dem Tod meines Vaters über die Ablenkung durch die Kinder auch froh beschäftigt zu sein.

 

Ein typischer Tag in einer Familie mit arbeitenden Eltern

Die Kinder schlafen eigentlich beide immer mindestens bis 7 Uhr.
Ich stehe um 6 Uhr auf, trinke in Ruhe meinen Kaffee und bereite das Frühstück bzw. KITA Essen vor.
Danach wecke ich die beiden oder wenn sie schon wach sind, ziehe ich sie an und wir gehen gemeinsam runter ins Wohnzimmer.
Giulia trinkt ihre warme Milch und Eli isst einen Joghurt .
Gewohnheit
Nachdem ich den Großen in die KITA gebracht habe, mache ich Wäsche, kaufe ein, koche….
Was eben anfällt den ganzen Tag.
Ich habe auch immer mal Kosmetik Termine, gehe zum Sport oder treffe mich mit Freunden. Auch da springen die Großeltern gerne ein. Für meine ME Time sozusagen.
Abends kommt mein Mann zwischen 17 und 18 Uhr nach Hause, wenn er keine Bereitschaft hat. Wir essen zusammen, die Kinder gehen um 19:00 baden und anschließend ins Bett.

Wenn ich arbeite, wird er die Kleinen zukünftig bei den Großeltern abholen und abends versorgen. Das funktioniert prima, wir hatten Gott sei Dank auch nie Einschlafprobleme wenn ich nicht Zuhause bin.

Im Großen und Ganzen bin ich überglücklich über unseren Betreuungs Luxus, dankbar nicht auf Hilfe von Außerhalb angewiesen zu sein. Flexible, verlässliche Großeltern in der Nähe zu haben ist ein Privileg für mich.

Es bedeutet ein Stück Freiheit für mich als Mutter, für uns als Paar und die Kleinen sind immer froh darüber wenn Ihnen die ganze Aufmerksamkeit gilt.
Verwöhnen können sie nämlich auch gut.

Ein Hoch auf alle Omas und Opas!

 

Kinderbetreuung durch die Großeltern. Oma und Opa. Mamablog

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Kennst du schon meinen Beitrag zum Thema Tagesmutter, Krippe oder Familienbetreuung?

Dort stelle ich verschiedene Betreuungsmodelle vor und verrate auf was du bei der Wahl der Betreuung achten solltest!

 

 

 

 

 

 

 

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